Völser Pilger in Panama

Völser Pilger beim Weltjugendtag in Panama 2019

Im "Jetzt Gottes" zum Weltjugendtag nach Panama

Bericht zum Weltjugendtag in Panama 2019Völser Pilger in Panama 2019

Plötzlich sind wir da: Nach einem 12-stündigen Flug sind wir auf einem anderen Kontinent gelandet. Noch eben in der Münchner Flughafenkapelle einen bewegenden Gottesdienst gefeiert, sind wir, eine 16-köpfige Pilgergruppe aus Tirol, in der Millionenmetropole Bogota in Kolumbien gelandet. Hier beginnt also unser Pilgerweg zum Weltjugendtag nach Panama.

Zum Ausrasten ist keine Zeit. Wir werden umgehend von den Jesuiten in deren "Haus der Jugend" aufgenommen und besteigen mit unserem Kontakt aus Südtirol, Pater Albert Holzknecht, den 3.152 Meter hohen Hausberg Monserrate.
Noch am selben Abend dürfen wir bei einer Organisation zu Gast sein, die verstoßene alte Menschen von der Straße in ihr Haus aufnimmt. Beeindruckende, herausfordernde und bewegende Momente und das alles innerhalb weniger Stunden in einem für uns fremden Land und einer fremden Kultur.

Am nächsten Tag fahren wir nach Soacha, einer sehr armen Stadt neben Bogota. Wir besuchen dort ein Sozialprojekt der Jesuiten und sind beschenkt mit vielen Kontakten mit den vor Ort lebenden Menschen. Mitgebrachte österreichische Spezialitäten und eine beachtliche Geldspende können wir mit Freude spenden, bevor wir als Abendprogramm das kolumbianische Nachtleben in Fülle erleben.

Der nächste Tag verspricht uns eine 22-stündige Busfahrt in das rund 1.000 Kilometer nördlich gelegene Cartagena.
In dieser ehemaligen spanisch-kolonialen Hafenstadt beginnt unsere Schiffsreise nach Panama. Doch zuerst muss die erfahrene Crew unseren Katamaran in 35 Stunden und durch bis zu fünf Meter hohen Wellen durch den Golf von Darién ans Ziel führen.

Die San Blas Inseln in Panama erfüllen jede kitschige Vorstellung der Karibik: Türkises Meer, Traumstrände, einsame Inseln, ein Boot für uns, Sonne und Kokosnuss bescheren uns eine Kostprobe vom Paradies. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt: In Wahrheit ist die Karibik eine für den Menschen nicht einfache Lebenswelt. Wir dürfen das eindrucksvoll bei dem dort lebenden indigenen Volk, den Guna, selbst erfahren. Angeschwemmter Plastikmüll, Wassermangel, Korruption und Drogenhandel sind die Realität dieser Lebenswelt.

Als wir schließlich den Weltjugendtag in Panama erreichen, treffen uns die Worte des Jugendkreuzweg von Papst Franziskus ins Herz. Er benennt eindrucksvoll die realen Probleme der Jugend in Lateinamerika. Ebenso berühren uns seine klaren Worte zum Lukas-Evangelium „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt" (Lk 4,21) am Sonntag, wonach Jesus das „Jetzt Gottes" offenbart hat. Nicht im Morgen, nicht in einer unbestimmten "Zwischenzeit", sondern im „Jetzt Gottes" erfüllt sich das „Ja" Gott anzunehmen, sagt uns der Papst.

Der Weltjugendtag in Panama wird für unsere Gruppe aus Tirol zu einem Erlebnis einer jungen und vielfältigen Weltkirche. Unzählige Kontakte mit jungen Menschen aus der ganzen Welt hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei uns. Ja, so wird für uns Glaube spürbar und wir dürfen ein Teil davon sein.

Eine wesentliche Erfahrung während des Weltjugendtages ist der Kontakt mit den Menschen im Land. So wurden wir von unseren Gastfamilien wie verlorene Kinder aufgenommen und erlebten eine unvergessliche Gastfreundschaft. Der Abschied von diesen Familien ist entsprechend schwer, aber ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.

In Panamá-Stadt gibt es auch einiges zu sehen. Wolkenkratzer, eine historische Altstadt, der Panamá-Kanal und Museen sind einige lohnende Ausflugsziele. Begegnung mit anderen jungen „Rucksacktouristen" in Jugendherbergen sind für uns besonders wertvoll. Diese Kontakte weiten unseren Blick auf das Leben und die Welt.

Am Gedenktag an Don Bosco, den 31.1., dürfen wir die Salesianer von Panama-Stadt in ein Armenviertel begleiten. Wie präsent und aktuell die Spiritualität und das Wirken der Salesianer hier mit Kinder- und Jugendlichen ist, beeindruckt uns zutiefst. Wir können einen beachtlichen Geldbetrag spenden, dort wo er am meisten gebraucht wird.

Am letzten Tag feiern wir im Stadtpark einen Gottesdienst und sind erfüllt von großer Dankbarkeit. Wir sind berührt und sprachlos, was uns alles in dieser Zeit geschenkt wurde. Wir fühlen uns von Gott getragen, der uns mit Segen begleitet, wodurch wir selber zum Segen für andere werden. Wir kommen verwandelt von dieser ganz speziellen Pilgerreise zurück und wollen unsere Erfahrungen weitertragen.

Am 7. Juni 2019, 20 Uhr, wird es im Leuthaus, Klostergasse 1, 6020 Innsbruck, einen Reisevortrag der Panama Pilger geben. Wenn ihr weiterhin interessiert seid an unserer Pilgergruppe und weiteren Projekten, dann folgt uns auf unserem Blog: http://auf-zum-weltjugendtag-nach-panama.blogspot.com

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